Traditionelle Silvesterbräuche in Österreich

Mit Tradition
ins neue Jahr

Vom Bleigießen und Räuchern:
Die schönsten Silvesterbräuche Österreichs

Wie verbringen Sie den letzten Abend vor einem neuen Jahr? Feiern Sie gemütlich mit Freunden zuhause oder besuchen Sie lieber eine öffentliche Party in der Stadt? Oder feiern Sie Silvester doch lieber während einem glanzvollen Urlaub im Burgenland? Ganz egal, doch in einem ist sich Österreich einig: im Zelebrieren der traditionellen Silvesterbräuche! Wir haben die wichtigsten, schönsten, skurrilsten und lustigsten Silvesterbräuche ausgeforscht.

Silvesterbrauch #1: Bleigießen - das Neujahrsorakel für Fantasievolle

Das Bleigießen ist ein Brauch, der schon bei den alten Römern verbreitet war. Dabei wird etwas Blei über einer Kerze geschmolzen und anschließend in kaltes Wasser gegossen. Die Gestalt, die das erstarrte Blei ergibt, soll etwas über die Zukunft des Bleigießers vorhersagen. Ein Beutel bedeutet zum Beispiel, dass unerwartetes Glück bevorsteht, ein Anker bedeutet, dass Hilfe in Sicht ist. Der Wahrheitsgehalt sei dahingestellt – doch Spaß macht es allemal!

Silvesterbrauch #2: Rote Unterwäsche - das versteckte Glück

In vielen Ländern ist es Tradition, in der Silvesternacht rote Unterwäsche zu tragen. Das soll der Trägerin oder dem Träger viel Glück, Erfolg, Gesundheit, Liebe und Leidenschaft bescheren. Ob´s stimmt? Schaden kann es jedenfalls nicht.

Silvesterbrauch #3: Feuerwerk - ein lautstarker Start ins neue Jahr

Ein allgemein verbreiteter Brauch ist es auch, das neue Jahr lautstark und farbenfroh zu begrüßen. Ursprünglich entstand dieser Brauch bereits im Mittelalter, wo Lärm gemacht wurde, um böse Geister zu vertreiben. Damals noch mit Rasseln und Töpfen, später mit Kirchenglocken, Trompeten, Kanonen und Gewehren. Erst daraus entstand Anfang des 20. Jahrhunderts das traditionelle, allgemein käufliche Feuerwerk.

Silvesterbrauch #4: Donauwalzer - Lebensfreue im Dreivierteltakt

Eins, Zwei, Drei – Eins, Zwei, Drei! Die Österreicherinnen und Österreicher mögen´s mondän. Deshalb wird nach dem mitternächtlichen Glockenschlag vielerorts ein Wiener Walzer gespielt, zudem im Dreivierteltakt das Tanzbein geschwungen wird.

Silvesterbrauch #5: Räuchern - die Vertreibung böser Geister

Vor allem in ländlichen Regionen ist es üblich, das Haus auszuräuchern. Eine Pfanne mit glühenden Kohlen und Weihrauch oder Kräutern wird durch das Haus und gesamte Grundstück getragen, um böse Geister zu vertreiben.

Silvesterbrauch #6: Glücksbringer - ein Stückchen Glück zum Verschenken

Das Verschenken von Glücksbringern ist der wohl am weitesten verbreitete Brauch zu Silvester. Die beliebtesten Motive sind nach wie vor Kleeblätter, Schweine oder Rauchfangkehrer. Doch auch selbstgemachte oder essbare Glücksbringer gewinnen immer mehr an Beliebtheit.

Übrigens: In Spanien, Portugal und Argentinien isst man bei jedem mitternächtlichen Glockenschlag eine Weintraube. Wünsche, die währenddessen gestellt werden, sollen in Erfüllung gehen. Wir sind der Meinung, dass dies bestimmt auch für flüssige Trauben gilt. :)

Wir wünschen Ihnen viel Glück, Gesundheit und Freude im Jahr 2017!